Kapitalmarktrecht

Ein Schwerpunkt des Beratungsangebots von FIN LAW ist das Kapitalmarktrecht. Neben der Unterstützung bei der Planung, Konzeption und Umsetzung von klassischen Wertpapieremissionen und öffentlicher Angebote von Vermögensanlagen bietet FIN LAW seinen Mandanten auch die rechtliche Begleitung von Kapitalmarktprojekten über innovative Technologien und neuartige Investmentmethoden wie Initial Coin Offerings (ICO), Utility Token Sales (UTS) oder Security Token Sales (STO) an. In diesem Bereich verfügt FIN LAW über ausgewiesene fachliche Expertise und gestaltet die rechtliche Entwicklung dieser neuen Emissionsmethoden aktiv sowohl über Beratungsprojekte als auch über wissenschaftliche Veröffentlichungen mit.

Initial Coin Offerings und Token Sales

Die Blockchain-Technologie ist nicht ausschließlich für die Erschaffung alternativer Zahlungsmittel wie Bitcoin, Litecoin, Monero, Dash oder IOTA geeignet. In Anlehnung an den aus der Welt der Börsengänge bekannten Begriff des Initial Public Offerings (IPO) wurden seit etwa 2013 viele Blockchain-Projekte über den Verkauf der erschaffenen Blockchain-Einheiten an interessierte Anleger finanziert. Die Krypto-Projekte EOS, IOTA und beispielsweise TRON wurden jeweils über Token Sales finanziert, wobei EOS mit einem Gegenwert von ca. 4,1 Mrd. USD den erfolgreichsten ICO aller Zeiten durchführte. ICOs und besonders STOs sind gerade für Startup Unternehmen eine sehr interessante Methode zur Beschaffung einer Wachstumsfinanzierung für ihr Geschäftsmodell. Da die Durchführung eines Security Token Offerings letztlich jedoch eine digitalisierte Form der Kapitalmarktemission ist, handelt es sich in den meisten Fällen um in Deutschland regulierte Wertpapierangebote oder öffentliche Angebote von Vermögensanlagen. FIN LAW begleitet seine Mandanten von der grundlegenden Entscheidung zugunsten eines ICO oder STO über die konkrete rechtliche Ausgestaltung der anzubietenden Token und die erforderliche regulatorische Abklärung mit der BaFin sowie gegebenenfalls bei der Erstellung eines erforderlichen Wertpapierprospekts oder Vermögensanlagenverkaufsprospekts und weiterer Rechtsdokumente bis zum Billigungsverfahren bei der BaFin.

Erstellung von Wertpapierprospekten

Für das in Deutschland stattfindende öffentliche Angebot von Wertpapieren wie Aktien oder beispielsweise Aktienoptionen, Genussscheine, Derivate oder Zertifikate ist die vorherige Billigung eines Wertpapierprospekts durch die BaFin erforderlich, der die Anforderungen des Wertpapierprospektgesetzes (WpPG) und der EU-Prospektverordnung erfüllt. Der Prospekt muss je nach konkreter Art des Wertpapiers ausführliche Informationen zum Emittenten und Wertpapier selbst, zu den mit dem Wertpapier verbundenen Risiken und Informationen zur Wettbewerbssituation enthalten. FIN LAW unterstützt seine Mandanten bei der Erstellung eines Wertpapierprospekts und vertritt sie in dem anschließenden Billigungsverfahren bei der BaFin.

Erstellung von Vermögensanlagenprospekten

Erfüllt ein Finanzinstrument die rechtlichen Anforderungen an ein Wertpapier nicht und es fehlt ihm an der erforderlichen Kapitalmarktfähigkeit, ist es in den meisten Fällen als Vermögensanlage nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) einzuordnen. In diesen Fällen ist die Erstellung eines Vermögensanlagenprospekts und dazugehöriger Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIB) erforderlich. Beispiele für Vermögensanlagen sind etwa gesellschaftsrechtliche Anteile an Unternehmen mit Ausnahme von kapitalmarktfähig ausgestalteten Aktien, Genussrechte, Nachrangdarlehen oder Direktinvestments. Verkaufsprospekte nach dem Vermögensanlagengesetz sind nicht EU-passportfähig und können demnach nicht über ein Notifizierungsverfahren in anderen europäischen Staaten für dortige Emissionen verwendet werden. Für rein deutsche Kapitalmarktprojekte kann das Angebot einer Vermögensanlage jedoch das richtige Vehikel sein. FIN LAW unterstützt seine Mandanten auch bei der Vorbereitung eines nach dem Vermögensanlagengesetz erforderlichen Verkaufsprospekts und vertritt sie gegenüber der BaFin im Billigungsverfahren.